
Das Thema Pferdefütterung ist im Laufe der Zeit zu einem weitreichenden Feld herangewachsen. Nicht zuletzt durch das
Zutun der Futtermittelhersteller, die den Markt ständig mit neuen Futtersorten in Form von Pellets, Müsli-Mischungen und Zusatzfuttermitteln bedienen. Für nahezu jedes Problem findet man mittlerweile ein vermeintlich passendes Futter.
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen den beiden
Hauptfutterarten Rauhfutter und Kraftfutter. Das Rauhfutter bildet die Grundlage der Pferdeernährung, in erster Linie ist dies Gras und Heu. Das Gras stellt das natürlichste Futter des Pferdes dar.
Äpfel, Möhren und Rote Beete bezeichnet man als Saftfutter, das unbedingt sauber und ohne Fäulnis verfüttert werden sollte.
Der beste „Grasersatz” für das Pferd ist das Heu, wobei es sich um getrocknetes Gras handelt, welches oftmals in Ballen gepresst und gelagert wird. Aus ernährungswissen-
schaftlicher Sicht sollte das Heu allerdings frühestens 6 Wochen nachdem es eingefahren wurde, an das Pferd verfüttert werden.
Bei der Fütterung von Rauhfutter und Kraftfutter sollte man beachten, dass man nicht nach Volumen, sondern nach Gewicht füttert, um dem Pferd bzw. dem Pony die richtige Menge zur Verfügung stellen zu können.
Die zweite Hauptfutterart ist das Kraftfutter, welches besonders für Sportpferde oder Arbeitspferde gedacht ist, da es die Hauptenergiequelle für das arbeitende Pferd ist.
Das wohl bekannteste und gebräuchlichste Kraftfutter ist der Hafer. Er ist deswegen so beliebt und sehr gut als Kraftfutter geeignet, da er relativ bekömmlich ist und schnell ausreichend Energie an das Pferd liefert.
Wie bereits erwähnt, gibt es auf dem Futtermarkt die so genannten
Pferdemüslis, die aus bestimmten Komponenten bestehen und auch unter die Rubrik Kraftfutter fallen. Weitere Arten von Kraftfutter sind Mais, Gerste, Weizenkleie und Sojaschrot. Die Getreidearten Roggen und Weizen sind übrigens für Pferde ungeeignet, da sie einen sehr geringen Rohfaseranteil enthalten und im Magen des Pferdes zu Verklebungen führen können.
Grundsätzlich ist neben der Futterauswahl auch die Futtermenge wichtig. Das Pferd sollte möglichst 2 bis 3 mal täglich kleine Mengen an Futter bekommen, da es auch von Natur aus bis zu 18 Stunden täglich mit Fressen beschäftigt ist. Ausreichend Wasser sollte beim Futter nicht fehlen.