Heute gilt es vielerorts als schick, statt einen Tee einen Chai zu bestellen. Die Herkunft des Chai ist schnell erklärt: Denn der chinesische und indische Begriff für den Tee ist tatsächlich Chai, wenn auch in verschiedenen Schreibweisen.
Chai = südasiatisch für Tee, gesprochen tschai
Der Chai, den es in Deutschland zu kaufen gibt, ist in den meisten Fällen der so genannte Masala Chai, ein indischer Gewürztee. Dieser Tee besteht aus einer Mischung aus schwarzem Tee und vielen Gewürzen, darunter auch das hierzulande weitgehend unbekannte Kardamom.
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Der Chai wird stark gesüßt und mit Milch konsumiert und gilt als besonders magenfreundlich und verträglich. Eine heilende Wirkung kann der Chai entfalten, wenn ihm bestimmte Heilkräuter beigemischt sind. Im allgemeinen wirkt der Chai jedoch mehr beruhigend und anregend auf das Verdauungssystem. So kann er weitgehend als Genussmittel betrachtet werden, obwohl er in einigen Fällen, besonders bei leichten Magen-Darm-Beschwerden, auch heilende Wirkung übernimmt.
Ein Nationalgetränk wird zum Kultgetränk
Der original Chai stammt meist aus Indien oder China.
Es gibt keine vorgeschriebenen oder fest stehenden Bestandteile, so dass viele unterschiedliche Geschmacksvariationen entstehen können. Auch für die Zubereitung gibt es keine fest geschriebenen Rituale oder Regeln.
Wichtig bei der Komposition des Chais ist es, darauf zu achten, dass der Schwarztee geschmacklich nicht vollständig von den Kräutern und Gewürzen überlagert wird. Auch die Süßmittel dürfen nicht zu stark verwendet werden.
Eine Kunst ist es, den Tee exakt so zu süßen, dass er süß schmeckt, seine Komponenten jedoch noch erkennbar sind. Dazu wird vielerorts auch kein weißer, sondern ausschließlich brauner Zucker oder Kandis verwendet. Gelegentlich werden auch Karamellzucker oder Honig zum Süßen verwendet.
Die am meisten verwendeten Gewürzte sind Pfeffer, Nelken, Muskat, Ingwer und Zimt. Auch Varianten mit Lakritz und Schokolade sind bekannt. Die ursprüngliche Zubereitung erfolgt durch das Aufkochen des Tees im Wasser. Dann wird der Tee abgesiebt und die Milch und Süßungsmittel eingerührt. Im Idealfall ruht der Chai danach für einige Minuten, damit sich die einzelnen Geschmackskomponenten verbinden können.
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Mit dem nötigen Wissen um die enthaltenen Inhaltsstoffe kann auch der Laie seinen Chai ganz nach seinen eigenen Vorstellungen und geschmacklichen Vorlieben selbst anmischen. Zu Anfang wird empfohlen, mit eher kleinen Mengen zu experimentieren, da nicht jede Mischung als gleichermaßen wohl schmeckend empfunden wird. Mit etwas Übung jedoch gelingt es mit Sicherheit, einen wundervollen Chai selbst zuzubereiten.
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