Jetzt gibt’s was auf die Ohren ...
Einfach mal relaxen mit einem guten Hörbuch.
Im Auto auf dem Sofa oder in der Bahn – ein gutes Hörbuch vertreibt die Zeit und bringt an kalten Wintertagen Gemütlichkeit ins zu Hause. Der Auswahl sind inzwischen keine Grenzen mehr gesetzt, auch für den letzten Lesemuffel lässt sich bestimmt etwas Passendes finden.
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Der Begriff „Hörbuch“ wurde im Jahr 1954 bekannt, als in Marburg die erste Blindenhörbücherei Ihre Pforten öffnete. Lange Jahre hatte das Medium Hörbuch deshalb einen stark eingegrenzten Nutzerkreis.
In den letzten Jahren boomt jedoch der Hörbuch-Markt in Deutschland und auf den beiden Buchmessen in Frankfurt und Leipzig stellen Jahr für Jahr mehr Hörbuch-Verlage ihre Werke aus.
Aber ist ein Hörbuch wirklich eine Alternative zum gedruckten Wort? Diese Frage kann so einfach nicht beantwortet werden. Denn für jedes Medium gibt es einen Markt und Hörbücher haben eben ihren ganz eigenen Reiz. Weltliteratur, gelesen von hochkarätigen Schauspielern, oder auch Unterhaltungsliteratur, kurzweilig und ansprechend vorgetragen, haben fast so etwas wie Hörspielcharakter und sind absolut liebenswert.
Wie oft wird heutzutage behauptet: Zum Lesen fehlt mir die Zeit. Das mag stimmen. Aber warum nicht – anstelle der Musik vom iPod – mal ein gutes Hörbuch hören? So können aus Lesemuffeln durchaus Literaturfreunde werden.
Und auch im CD-Player im Autoradio mag sich das ein oder andere Hörbuch durchaus gut machen. Man muss eben einfach mal bereit sein, neue Wege zu gehen und sich neuen Medien zu öffnen. Viele Autoren greifen heute auf Hörbuchverlage zurück, weil eine CD sich wesentlich leichter vermarkten lässt als ein hochwertig gebundenes Buch. Und selbst die Stadtbüchereien tragen diesem neuen Marktsegment Rechnung, in dem sie eigene Abteilungen für Hörbücher einrichten.
Waren es zu Beginn meist noch Senioren, denen das Lesen schwer fällt, die in der Bücherei nach Hörbüchern griffen, wird das Publikum in den letzten Jahren deutlich jünger und durchaus gemischt.
Und wenn Hörbücher unsere Jugend an die Literatur heranführen können, dann haben sie einen Zweck erfüllt, den manches noch so schön geschriebene und gebundene Buch niemals erreichen wird.
Trotzdem ist es kaum vorstellbar, dass das Hörbuch in der Lage sein könnte, das Werk in Wort und Schrift vom Markt zu verdrängen. Zu groß ist die Schar der Bücherfreunde, die ein Buch besitzen und in der Hand halten wollen. Papier ist fassbar und wird niemals ganz von einer Stimme auf einer CD ersetzt werden können. Es wird also in der Zukunft ganz sicher eine friedliche Koexistenz zwischen Hörbüchern und gebundenen Büchern geben.
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