Ein guter alter Bekannter eines jeden Reiters: der MuskelkaterWohl jeder erinnert sich noch an die erste Reitstunde. So schön die Momente auf dem Pferd waren, am nächsten Tag folgte das „böse Erwachen“, welches den Namen Muskelkater trägt. Denn mit einem Mal waren beim Reiten diverse Muskelpartien angesprochen worden, die zuvor nur eine moderate Belastung erfuhren.
Besonders die Muskeln der Oberschenkel können im Reitsport den obligatorischen Muskelkater entwickeln. Aber auch die Armmuskeln sowie die Unterschenkel sind häufig betroffen. Mit all diesen Muskelpartien wird schließlich die Hilfengebung ausgeführt — und vor allem in den ersten Reitstunden wirkt auch noch die zusätzliche krampfhafte Haltung des Reiters sich auf deren Beanspruchung aus. Durch die Überbelastung des Muskels entstehen kleine Risse in den Z-Scheiben im Muskelgewebe — dies ist die heute aktuelle Erklärung für das Phänomen Muskelkater. In den Muskeln werden kleine Entzündungen verursacht, welche nach einer gewissen Zeit — meist einige Stunden bis ein Tag — zu schmerzen beginnen.
Mit speziellen Aufwärm- und Übungsprogrammen verbessern Sie Ihre Losgelassenheit und Beweglichkeit
Doch es ist durchaus möglich, dem Muskelkater vorzubeugen. Zwar kann er dadurch häufig nicht ganz verhindert, aber doch abgemildert werden. Dies funktioniert durch regelmäßiges Training auch abseits des Pferderückens. Dehnübungen zu Hause, Übungen mit einem Gymnastikball oder regelmäßiges Walking haben eine dauerhafte Beanspruchung besonders der Beinmuskeln zur Folge, welche vorbeugend wirkt. Auch Aufwärmen direkt vor dem Reiten kann vor allem für Anfänger sehr sinnvoll sein. In vielen Reitställen sind deshalb auch Aufwärmübungen in der Gruppe vor dem Unterricht obligatorisch. Übrigens: Wer vor dem Reiten sein Pferd durch Führen an der Hand aufwärmt, tut gleichzeitig sich selbst etwas Gutes, da er in Bewegung kommt und die Muskeln warm werden. Wen der Muskelkater nach dem Reiten erwischt hat, der kann diesen mit kühlenden Gels behandeln. Diese lindern den Schmerz ein wenig. Vor allem sollte er aber daran denken, dass Muskelkater oft so schnell verschwindet wie er gekommen ist. Nach einigen Tagen merkt man davon nichts mehr und mit zunehmender Reitpraxis verschwindet er ohnehin fast ganz von der Bildfläche.
Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:SitzschulungBewegungstraining mit Ina Lehmann
Schwitzen Sie sich gesund Die Sauna
|